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Radsport

Radsport: Paul Lindenau im Cross-Verhör

22. Dezember 2014 by die Redaktion

Hallo Paul,

du fährst in deinem ersten Jahr in der Männer-Elite-Klasse und bist gleich ordentlich durchgestartet. Bereits in deinem ersten Rennen hast du in Hamburg-Horn gewonnen. Seitdem hast du alle nationalen Rennen, bei denen du am Start warst, gewonnen und auch international fährst du ganz vorne mit.

Hast du mit so einem Erfolg gerechnet?



Nein, auf gar keinen Fall. Ich wusste zwar, dass ich mit dem Training von Jens Schwedler, meinem Trainer, gut aufgestellt sein werde, hätte mir aber nicht erträumen lassen, dass ich es auf diese Weise abrufen kann.

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Die letzten Wochen warst du überwiegend bei internationalen Rennen am Start. Wird das auch die kommenden Wochen so weiter gehen?

Ja das stimmt, die letzten Wochenenden habe ich überwiegend auf belgischen Grund verbracht, und das wird auch die nächsten Wochen so weiter gehen. Bis zur Deutschen Meisterschaft ist es nicht mehr lang und somit ist die entschiedene Phase schon angebrochen. Mit den schweren internationalen Rennen versuche ich bzw. versuchen wir als Stevens Team den schon im Sommer gelegten Grundstein zu schleifen um in Bestform an den Start zu gehen.



Im Januar findet im sächsischen Borna die Deutsche Meisterschaft statt und du zählst schon jetzt zu den Titelfavoriten in der U23- Klasse. Wen siehst du als deine größten Konkurrenten?

Das ist eine schwierige Frage, denn Meisterschaften haben ihre ganz eigenen Gesetze und sind somit immer für Überraschungen gut. In den letzten Jahren waren es starke Mountainbike-Fahrer, die ihr können auch auf dem Crossrad beweisen konnten, doch wenn alles glatt läuft sollten es bekannte Gesichter sein. Eines dieser ist mein Bruder Max Lindenau, der speziell durch seine schnelle erste Rennhälfte für Selektionen sorgen kann. Zum Anderen glaube ich, dass Felix Drum, der als Titelverteidiger an den Start gehen wird, ein starker und sehr ernst zu nehmender Gegner ist.

Du bist mit deinen 19 Jahren noch vormittags in der Schule. Wie organisierst du dein Training – gerade jetzt im Winter?



Mein Training organisiere ich zusammen mit dem ehemaligen Crossweltmeister der Mastersklasse Jens Schwedler. Er schreibt mir einen Trainingsplan, den wir gemeinsam an die Schule anpassen. Das bedeutet, gerade im Winter, dass man sich die Lampe ans Rad schnallt und seine Zeit auf dem Rad im Dunkeln abstrampelt. Anschießend wird sich dann wieder um die Schulaufgaben gekümmert und die Sachen für die Trainingseinheit am kommenden Tag bereit gelegt. So kann man auch am nächten Tag direkt von der Schule aufs Rad springen.

PLindenau_Interview1

Wie viel Zeit investiert du täglich für deinen Sport? Bleibt dabei noch Zeit für andere Dinge?



Im Schnitt investiere ich rund 2,5h – 3h pro Tag in mein Training. Vom Rollenprogramm geht es über das Grundlagentraining bis hin zu den Cross-Einheiten. An manchen Tagen sitze ich dann auch mal 4h-5h auf dem Fahrrad um eine gute Basis zu erarbeiten.

Das bedeutet, dass ich in der Woche ab 20:00 Uhr meine Zeit für die anderen schönen Dinge im Leben finde. Diese Zeit gehört dann meiner Familie, meiner Freundin und teilweise auch guten Freunden.

Wie sehen deine Pläne für die Zukunft aus?

 Auch in Zukunft wird man mich auf dem Rad finden. Ab Februar liegt dann allerdings der Fokus auf den schriftlichen sowie mündlichen Abiturprüfungen. Wenn ich diese hinter mich gebracht habe beginnt ein neuer Lebensabschnitt, wo mich dieser hinführen wird ist aktuell noch unklar.



Wenige deutsche Talente haben in den letzten Jahren den Weg ins Profi-Geschäft geschafft – traust du dir diesen Sprung zu?

Ja ich traue mir diesen Sprung zu. Dieser Weg würde allerdings bedeuten, dass sich alles bisherige um 180 Grad dreht und ich wahrscheinlich den Wohnort wechseln müsste. Da ich sowohl ein neugieriger und offener Mensch bin, als auch ein familiärer, hätte ich auf der einen Seite kein Problem damit, die Zeit mit meinem Bruder auf dem Rad oder auch nach dem Training würde ich aber auch sehr vermissen. Da hinzu kommt, da meine schulische Laufbahn möglicherweise nach dem Abi nicht zu Ende ist, sondern mit einem Studium weiter gehen kann, werde ich beide Optionen abwarten und auf mich zu kommen lassen. Würde ein Angebot eine Profiteams kommen würde ich dieses also intensiv überdenken.

Gibt es für dich ein Vorbild in der Cross-Szene, dem du nacheiferst?



Ich denke ohne Vorbilder wäre ich nicht da, wo ich jetzt bin. In den Anfangsjahren war es Sven Nys, der mit seiner unglaublichen Technik beeindruckte, inzwischen ist es der Weltmeister Zdenek Stybar, da er die Schere von Straßen- und Crossprofi exzellent bewältigt.

Hast du ein Ritual, das du vor jedem Rennen hast, und das dir bei den Rennen hilft?

Bis auf meinen immer nahezu identischen Ablauf vor dem Rennen gibt es kein besonderes Ritual.



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Du fährst schon seit der Schüler-Klasse Cyclocross-Rennen und hast es in die deutsche Spitze geschafft, hast du einen Tipp für junge Fahrer?

Ich kann jungen Fahrern nur empfehlen immer bis zum Schluss zu kämpfen. Es ist erst vorbei, wenn es vorbei ist. Man sollte sich ein Ziel vor Augen führen, welches man mit Ehrgeiz verfolgt, was einem aber niemals den Spaß nimmt. Wenn man dann noch einen starken Partner, wie es bei mit die Stevens Bikes Radmarke mit Werne und Wolfgang von Hacht ist, dann sollte man diese bewahren, denn sie wird einen weiter bringen als man manchmal glauben märk. Also kurz gesagt: Habt Spaß am Radfahren und gebt immer 100% wenn ihr ein Ziel vor Augen habt.



Über die Redaktion

Velomotion ist euer Team aus Fahrrad- und E-Bike-Experten, Radprofis und begeisterten Radfahrer*innen. In unserem Magazin stellen wir Produktneuheiten, aktuelle und kritische Testberichte sowie News aus der Welt des Radsports vor. Wir stehen für Qualitätsbewusstsein, Know-How und gelebte Begeisterung für das Thema Fahrrad.

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